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Was wäre wenn die Monogamie nie erfunden worden wäre? – Mein Beitrag zur Blogparade „Was wäre wenn..?“

Der Titel ist natürlich Quatsch. Monogamie wurde nicht erfunden. Das war einfach früher die praktischste und finanziell beste Lösung, wenn zwei Menschen zusammenleben wollten, Kinder haben wollten und im Alter eine gewisse Absicherung brauchten.

“Die vormoderne Partnersuche war die wirtschaftlich mitunter wichtigste Entscheidung im Leben eines Menschen. Und damals waren wirtschaftliche Entscheidungen lebenswichtige Entscheidungen. Das Eigentum der Frau ging auf ihren Mann über. Der Mann war ab jetzt für seine Frau und ihre gemeinsamen Kinder verantwortlich.
Liebe? Vielleicht, aber es ging, mindestens seit der frühen Antike bis ins 20. Jahrhundert hinein, eher um einen gemeinsamen Betrieb und Solidarität untereinander. Um eine funktionierende Gütergemeinschaft. Ums Überleben.” (Fußnote 1)

Aber keine Sorge, das wird keine Abhandlung über die Geschichte der Menschheit und die Entstehung der Monogamie. Darüber gibt es gute Bücher, die kapitelweise und sehr ausführlich berichten, wann und wie sich das alles entwickelt hat siehe Literaturhinweise unten.

Eines kann aber vorab noch als Fakt erwähnt werden: Im gesamten Tierreich und auch unter den Menschenaffen gibt es kaum Arten, die monogam leben. Am nächsten verwandt ist der Mensch “mit den Bonobos, einer Unterart der Schimpansen [..] Das Paarungs- und Sexualverhalten der Bonobos als freizügig zu bezeichnen, wäre – vorsichtig formuliert – eine höfliche Untertreibung. Hier gibt es keine Rangordnung, die sonst so oft das sexuelle “Wer mit wem” in der Gruppe reglementiert. Hier treibt es buchstäblich jeder mit allen.” (Fußnote 2)

So, wir können also schon mal festhalten, dass Monogamie keineswegs normal ist, die Ehe aus rein praktischen Gründen eingeführt wurde und mit Liebe ursprünglich nichts zu tun hatte . Die Kirche hat – so nebenbei bemerkt – auch einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, dass wir dieses Selbstverständnis von monogamen Beziehungen heute haben.

 

Kann man denn überhaupt zwei oder drei oder X Menschen gleichzeitig lieben?

Die Frage ist ungefähr so sinnvoll wie: Kann man denn selbst ein Haus bauen? Oder: Kann man denn 5 mal im Jahr in den Urlaub fahren?

Selbst ein Haus bauen? Ja klar geht das theoretisch. Früher haben sich alle Leute selbst ein Haus gebaut. Heute macht das eine Baufirma schneller und effizienter, heißt aber nicht, dass man das nicht selbst auch machen könnte.

In den Urlaub fahren kann man natürlich auch so oft man selbst Lust dazu hat – und natürlich das nötige Geld – aber gehen tut das. Man kann auch sein ganzes Leben im Urlaub verbringen.

Und man kann theoretisch auch viele Menschen gleichzeitig lieben.

Alle Eltern, die nicht nur ein Kind haben, sondern zwei, drei oder mehr, wissen, dass jedes Kind einzigartig ist, genauso wie die Liebe für jedes dieser Kinder. Kein Mensch käme wohl auf die Idee zu sagen, dass es furchtbar wäre, mehr als ein Kind in die Welt zu setzen, weil man dann emotionalen Verrat am Erstgeborenen beginge.

 

Und natürlich wäre das viel anstrengender. Aber hej.. die Welt ist komplex!

Die Frage wäre eher, wie man damit umgehen kann, wenn man eine Verbindung zu einem anderen Menschen spürt und auch spürt, dass man ihn näher kennenlernen möchte?

Was macht man denn im Normalfall? Man ignoriert dieses Gefühl erst mal, vielleicht flirtet man ja ein bisschen. Was ist schon dabei am flirten? Sagt man es seinem Partner danach und spricht über seine Gefühle? Wahrscheinlich nicht, man will ihn ja nicht beunruhigen, ihm weiter das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist, dass alles passt mit der Beziehung. Das kann man machen. Diese Taktik gleicht dann in etwa der des Vogel Strauß, der seinen Kopf in den Sand steckt.

Und vielleicht passt ja auch alles in der Beziehung. Es kommt darauf an, was man unter “passt” versteht. Den Alltag zu bewältigen und dann einmal in der Woche miteinander zu schlafen, einen Ausflug am Wochenende und ein oder zwei Urlaube im Jahr? Wenn das das Ziel ist, dann passt ja auch alles.

Aber wenn das Ziel ist, sich selbst und seinen eigenen Gefühlen möglichst viel Raum zu geben in der Beziehung, die Gefühle des Partners zu kennen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, immer eine echte, offene und ehrliche Verbindung zu spüren, auch wenn das heißt verletzlich zu sein, dann könnte man mit der Vogel-Strauß Taktik eher keinen Blumentopf gewinnen.

Gut, dann nehmen wir jetzt also mal an, in unserer Welt könnten wir mit mehreren Menschen emotionale und sexuelle Beziehungen haben und dürften das auch. Es wäre völlig normal, dass jeder das so lebt. Was wäre denn dann?

 

Wir müssten nicht mehr wählen

Die Tatsache, dass man eine emotionale oder sexuelle Beziehung zu einem anderen außerhalb seiner Partnerschaft hätte, würde nicht mehr zur Folge haben, dass man sich entscheiden müsste und einen der beiden verlassen müsste.

Das wäre sowieso mal interessant herauszufinden: Wie viele Paare trennen sich, weil ein neuer Partner ins Spiel kommt, obwohl die Liebe und der Wille zusammen zu sein, noch da ist?

Wie viele Paare trennen sich weil der betrogene Partner zu verletzt ist, um die Beziehung fortzuführen?

Es gäbe schlicht keinen vernünftigen Grund mehr seinen Partner zu verlassen, wenn man einem “neuen” Menschen begegnet ist.

 

Und seinen Partner zu betrügen, ginge ja dann auch nicht mehr, wenn es keine Vereinbarung über Exklusivität gibt.

Wenn wir Beziehungen zu mehr als einem Menschen haben könnten, weil wir sie als Teil der Lebensrealität akzeptieren und in unser Leben integrieren, dann wären Seitensprünge und Fremdgehen nicht mehr existent. Die gäbe es dann einfach nicht mehr, weil sie ein ganz normaler Bestandteil unserer Beziehungen wären.

Und daraus ergäbe sich automatisch:

 

Weniger Trennungen und Scheidungen

Wenn man den vielen Scheidungs-Statistiken glauben kann, wird jede dritte bis jede zweite Ehe geschieden, wobei einer der Hauptgründe Fremdgehen ist. Hat sich dann ja wohl erledigt!

 

Weniger traumatisierte Kinder

Die, die wohl am meisten unter einer Trennung der Eltern leiden, sind die Kinder, denn sie verstehen nicht – und das zurecht! – warum sich Eltern, die sich mal geliebt haben, nun nicht mehr lieben können , weil ein anderer dazu gekommen ist. Oft tragen sie ein echtes Trauma davon, Beziehungsunfähigkeit und Verlassenheitsängsten, die sie ein ganzes Leben begleiten und prägen. Wenn man das mal real betrachtet, ist das ja völlig unnötig.

Kinder deren Eltern sich trennen, weil der eine den anderen “betrogen” hat oder weil einer einen neuen Partner kennenlernt und meint nun seinen jetzigen Partner verlassen zu müssen, leiden, weil ihre Eltern in einem geistigen Gefängnis leben und nicht in der Lage sind, die Freiheit die sie theoretisch haben, auch praktisch zu leben. Diese Kinder leiden nicht, weil ein Böser Dritter aufgetaucht ist, sondern sie leiden unter der Monogamie.

Und natürlich geben sie das an ihre eigenen Kinder wieder weiter. Wieder absolut unnötig.

Wenn Liebe von den Eltern frei gelebt werden könnte und andere Partner natürlicherweise kommen und gehen dürften, würden viel mehr Kinder in einem zuhause mit ihren Eltern gemeinsam aufwachsen.

Was hätte diese gelebte Freiheit wohl für Implikationen auf das Leben ALLER Kinder und Menschen?

 

Verbundenheit mit uns selbst und unseren Gefühlen

Wann immer ich gelegentlich mal über dieses Thema mit einem Freund oder Bekannten spreche, höre ich relativ häufig folgenden Satz:

“Das klingt ja alles gut und logisch, aber ich könnte das nicht!” Aha.. da ist der Mensch nun also ein rationales und vernunftbegabtes Wesen – worauf er sich durchaus auch viel einbildet – und dann kommt er mit diesem Totschlagargument.

Kann man natürlich machen und dann ist das Thema ja auch schon durch. Gottseidank!

Man könnte aber auch mal darüber nachdenken, warum es einem so schwer fällt seine eigene Freiheit zu leben und dem Partner die Freiheit auch zu geben.

Da käme man wahrscheinlich mehr oder weniger sofort auf das Thema Eifersucht. Und eifersüchtig wird man nämlich immer dann, wenn der andere was falsch macht, wenn der andere mich eifersüchtig macht.. damit wächst man auf. Das ist die Normalität vieler Erwachsener. Gegen Eifersucht kann man ja auch quasi nichts machen, denn der andere hat die Macht darüber, wie ich mich fühle.

Wirklich? Eine andere Wahrheit wäre nämlich, dass jeder seine Gedanken und Gefühle – bis zu einem gewissen Grad natürlich – selbst steuern kann. Das kann man auch üben. Und man kann durchaus mal darüber nachdenken, was die eigenen zugrundeliegenden Gefühle und Ängste bei Eifersucht sind. Dabei wird man ja vielleicht feststellen, dass viele der Ängste gar nicht mal rational begründet werden können und somit das Gefühl der Eifersucht auch an Macht verliert.

Vielleicht gibt es sowas wie Eifersucht ja gar nicht in einer Gesellschaft, die nicht monogam lebt. Vielleicht basiert ja Eifersucht auf einem Gedanken des Mangels.. es wär nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit da für alle. Also muss ich es festhalten, verteidigen und darf das auf keinen Fall teilen.

Wenn jemand anderes daherkommt und meinem Partner wichtig wird, gehen sofort die Alarmglocken an: das darf nicht sein! Hilfe.. ich komme zu kurz!

Wenn einem die Antwort “ich könnte das nicht” zu einfach wäre, dann wäre man gezwungen in seine eigenen Abgründe zu schauen, eine echte Verbundenheit mit sich selbst herzustellen und dann Lösungen zu finden. Wer weiß, was man hinter seiner Angst wohl alles finden würde. Vielleicht ja die Schönheit des Lebens.

 

Verbundenheit mit dem Partner

In einer Welt in der es theoretisch jederzeit möglich ist, dass ein anderer Mensch die Zweierbeziehung betritt, muss man (gezwungenermaßen!) immer dafür sorgen, dass die emotionale Verbundenheit mit dem Lebenspartner zu jedem Zeitpunkt intakt ist.

Man kann es sich gar nicht mehr leisten, tage- und wochenlang unaufmerksam zu sein, nebeneinander herzuleben. Nein, man muss sich immer um den anderen bemühen, ihn lieben und achten und ehren. So wie man es sich bei der Hochzeit vielleicht versprochen hat, nur dass nun auch ein natürlicher Anreiz da ist, dieses Versprechen auch zu halten. Jeden Tag. Es geht gar nicht anders, weil man sonst ganz einfach ersetzt werden könnte von jemandem, der das ganz einfach besser macht.

Dann gäbe es viel weniger Frust in Ehen und Lebensgemeinschaften, solche Lebensgemeinschaften gäbe es dann per se ja gar nicht mehr. Kinder oder ein Vertrag, den man vor x Jahren mal unterschrieben hat, wären kein Grund mehr in einer lieblosen und frustrierenden Partnerschaft zu bleiben.

 

Verbundenheit mit der Welt

In einer Welt in der wir mit uns selbst in liebevoller Weise verbunden wären und mit unseren Gefühlen im Reinen wären.. Wären wir auch mit unseren Mitmenschen liebevoll verbunden. Wir hätten mehr Verständnis und Toleranz für die Bedürfnisse, auch die emotionalen Bedürfnisse, unserer Mitmenschen.

 

Freie Liebe würde ein riesiges Potential an Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Folge haben

Jedes Mal, wenn wir einem anderen Menschen begegnen und uns verlieben, verändert sich nicht nur die Welt um uns herum (die berühmte rosarote Brille), sondern auch unser Selbstverständnis von uns ändert sich.

Jeder Mensch blickt uns mit anderen Augen an und sieht andere Potentiale in uns. Und wir hauchen diesen Potentialen Leben ein, denn in dem Moment in dem wir lieben, sind wir andere Menschen.. größer, schöner, kraftvoller. Wir wachsen über uns selbst hinaus und werden mehr  zu dem Menschen der wir sein wollen. Mit jedem neuen Liebhaber, erweitern wir unser Selbst.

Man stelle sich mal vor, wer wir heute wären, wenn wir die 10 fache oder 100 fache Anzahl an Liebhabern gehabt hätten.

Heißt das, dass wir dann nicht mehr heiraten könnten und unser Leben mit einem Menschen verbringen könnten?

Nein. Sondern..

 

Treue hätte dann eine andere Bedeutung

Treue oder was man heute darunter versteht, nämlich: nur einen Menschen lieben zu dürfen und den Rest der Welt auszuschließen, macht dann keinen Sinn mehr. Treue nach der neuen Definition würde bedeuten, zuallererst mal sich selbst treu zu sein, seine Gefühle (auch für andere!) anzunehmen und in sein Leben zu integrieren.

Treue zum Partner würde bedeuten, auch ihn zu SEHEN, seine Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und ihm die nötige Freiheit zu geben, sich selbst zu entfalten, ihn jeden Tag aufs Neue zu lieben und ihm aktiv Aufmerksamkeit zu schenken. Treue zum Partner wäre losgelöst von allen anderen Menschen außerhalb der Beziehung.

“Wäre es nicht der schönere Begriff von Treue, sich so für einen Menschen zu entscheiden, dass wir mit ihm mehrere Beziehungen in einem Leben führen wollen? Dann halten sich zwei die Treue, wenn aus Verliebtheit Liebe wird, wenn sie zusammenziehen, wenn sie heiraten, wenn sie Kinder bekommen, wenn sie Sorgen haben, wenn sie sich auf den Beruf konzentrieren, wenn die Kinder ausziehen, wenn Dritte kommen, wenn Dritte wieder gehen, wenn sie alt werden, wenn sie sich anschauen und wissen: Das war unser Leben und wir haben uns mit aller Kraft geliebt. (Fußnote 3)

Jetzt rede ich schon so lange um den heißen Brei herum und das Wort Sex ist noch nicht mal gefallen. Ja gut, dann reden wir mal über Sex!

 

Was wäre, wenn Sex einfach nur eine sportliche und schweißtreibende Aktivität wäre?

Wo ist denn bitte rein objektiv betrachtet der Unterschied darin, ob man mit einem Freund zum Joggen oder Biken geht oder ob man ein bisschen Bettsport mit ihm macht? Macht beides Spaß und verbraucht einen Haufen Kalorien.

Wenn man das mal so sehen würde, anstatt immer ein riesen Geheimnis daraus zu machen, gepaart mit einer extra Portion Scham – zumindest Frauen sollten hier mal ganz vorsichtig mit dieser Argumentation sein, wenn sie nicht als Schlampen abgestempelt werden wollen – dann wäre das Leben wohl eine ziemlich entspannte und spaßige Angelegenheit.

 

Und wie würden denn dann unsere Kinder aufwachsen?

Wir würden sie wohl als Teenager, wenn sie auf dem Weg zu Freunden oder auf eine Party sind, fragen: „Mit wem bist du denn heute unterwegs? Mit Hanna oder Leonie? Ah. Mit beiden.. Na dann viel Spaß! „

Jeder Mensch – zumindest in Deutschland und auch in den meisten Teilen dieser Welt – wird als freier Mensch geboren. Alle (gedanklichen) Beschränkungen nehmen wir im Laufe der Zeit an, weil irgendjemand oder irgendetwas uns glauben machen möchte, dass wir das tun sollten, seien es Eltern, Lehrer und Schule, Werte und Normen der Gesellschaft, die nicht spurlos an uns vorübergehen, fremde Überzeugungen, Vorbilder, Kirche whatever. Alle diese Beschränkungen sind am Ende selbst auferlegt, denn man hat theoretisch immer die Wahl, dazu “nein” zu sagen.

Und jedes Brechen einer Norm – der man früher mal bewusst oder unbewusst zugestimmt hat – erzeugt erst mal Angst, die Angst nicht mehr dazuzugehören.

Aber was ist mit der Angst am Ende seines Lebens nicht sagen zu können, dass man sein Leben frei gelebt hat und es mit den Menschen verbracht hat, die man wirklich liebt, jeden einzelnen Tag aufs neue? Verdient die nicht viel mehr Beachtung? Das weiß man erst am Ende seines Lebens, dann aber ist es zu spät, um Momente, Gelegenheiten, Menschen und Glück zurückzuholen.

Eine sehr spannende Frage, die man sich ab und zu stellen kann, ist die hier:

 

Welcher Mensch möchte ich – aus heutiger Sicht betrachtet – denn am Ende meines Lebens gerne gewesen sein?

Ich hätte da mal ein paar Ideen:

  • Möchtest du die dir gegebene Freiheit auch mit jeder Faser deines Körpers gelebt haben, auch wenn das bedeutet anzuecken oder gegen den Strom zu schwimmen?
  • Möchtest du nur deine eigenen Erwartungen als Maßstab gehabt haben, oder lieber die einer Gesellschaft?
  • Lieber glücklich oder angepasst?
  • Wie wirst du Treue definiert haben für dich? Hätte das bedeutet, sich zu einem Menschen gedanklich und sexuell zu committen, komme was wolle. Oder hätte es bedeutet in Offenheit und Ehrlichkeit mit deinem Partner zu leben, auch wenn das mit Gefühlen von Schmerz, Ohnmacht und Verlustangst einhergeht?
  • Möchtest du frei gewesen sein, zu denken und zu spüren, was du willst.. bei jeder Begegnung mit jedem Menschen?
  • Möchtest du von deinem Partner geliebt worden sein, nicht weil er keine/ keinen anderen lieben durfte, sondern weil er sich jeden Tag wieder für dich entschieden hat?
  • Möchtest du der Mensch an der Seite deines Partners gewesen sein, der ihm selbst auch ein Leben in Freiheit ermöglicht und ihn dazu angespornt hat, seine Potentiale zu nutzen und seine Grenzen zu erweitern.
  • Möchtest du ein Vorbild für deine Kinder gewesen sein, in dem Sinne, dass du sie ermutigt hast ihren eigenen Weg zu gehen, einen Weg voller Freiheiten und möglichst wenigen Einschränkungen.

 

Monogamie. Das haben wir doch schon immer so gemacht!

Ja, das haben wir wohl.. so weit wie wir uns zurückerinnern, leben Menschen monogam zusammen. Unsere Eltern, Großeltern und vielleicht erinnern wir uns ja noch an unsere Urgroßeltern. Die waren auch verheiratet und haben ihr Leben miteinander verbracht. Wenn wir uns allerdings noch länger zurückerinnern könnten.. 1.000, 2.000 Jahre, dann würden wir vielleicht über unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern den Kopf schütteln und sagen: „Nice try. Aber das ist nichts für mich. Danke ;D“

 

Fazit:

Das ist ja alles gut und schön. Aber könnte ich das? Tja, das weiß ich auch nicht. Aber ich hätte große Lust mal einen Blick in diese Welt zu riskieren.

 

Und ich hätte da noch eine letzte Frage an dich: Wie wäre es eigentlich, wenn du deinem Partner diesen Artikel oder eines der beiden Bücher, die ich unten als Quelle angegeben habe, mal in die Hand drückst? Gäbe das vielleicht guten Gesprächsstoff?

 

So und jetzt hol ich euch mal wieder in die Realität zurück, denn das hier ist die Welt in der wir wirklich leben! Folgendes Zitat habe ich auf der Internetseite scheidung.de gefunden:

“Betrügt sie ihr Partner jedoch wiederholt, ist das eindeutig ein Zeichen von mangelnder Achtung – Ihnen und der Beziehung gegenüber. Sie können sich dann lediglich fragen, ob Sie auf einen Narzissten/ eine Narzisstin hereingefallen sind, der /die Bestätigung des eigenen Egos in Affären sucht. Hier handelt es sich nicht mehr um ein Beziehungsproblem, sondern um eine Persönlichkeitsstörung des Partners.“ 

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Fußnote 1: Wie wir lieben – Friedemann Karig, S.146

Fußnote 2: Treue ist auch keine Lösung – Holger Lendt, Lisa Fischbach, S. 35

Fußnote 2: Treue ist auch keine Lösung – Holger Lendt, Lisa Fischbach, S. 227

 

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